Ausgangssituation
Ein Kunde hat ein Artikelsortiment von rund 200 Artikeln, die es in einer großen Zahl von Varianten geben kann. Dies ergibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Kombinationen, die natürlich unterschiedliche Kosten verursachen. Diese unterschiedliche Variantenzahl liegt in einer Größenordnung von 30.000.

Herausforderungen
Mit dem aktuellen Kalkulationssystem war es unmöglich, alle Artikelvarianten in ihrer Ausprägung einzeln zu kalkulieren, der Aufwand dafür wäre zu groß gewesen. Somit wurde mit Durchschnittswerten gearbeitet. Für jeden der rund 200 Artikel wurden jeweils eine niedrigpreisige, eine hochpreisige und eine mittelpreisige Variante herangezogen, wobei der Controller nur aufgrund seiner Erfahrung diese Einschätzung vornehmen konnte. Diese drei Varianten pro Artikel wurden einzeln kalkuliert. Der Mittelwert daraus wurde als Herstellkosten des jeweiligen Artikels angenommen. Ignoriert wurde dabei die Tatsache, dass es Varianten gibt, die kostengünstiger sind als dieser Durchschnittswert und Varianten, die höhere Kosten als der Durchschnitt verursachen.

Dies hatte zur Folge, dass die eigentlich preiswerteren Varianten zu teuer auf dem Markt angeboten wurden. Das Unternehmen war bei diesen Standardartikeln zu teuer und verlor die Aufträge an die Konkurrenz.

Über einen längeren Zeitraum wurde dies nicht wahrgenommen, da man Zuwächse bei den kalkulatorisch hochpreisigen Varianten verzeichnen konnte. Eine Erklärung für den Umsatzanstieg war das zu billige Angebot. Allerdings waren diese Erlöse nicht kostendeckend und die Firma zahlte bei vielen Aufträgen drauf.

Lösung
Wir haben eine individuelle Variantenbezogene Kalkulation eingeführt, die alle Kostenfaktoren automatisch berechnet. Die Entwicklungsabteilung wird mit eingebunden und ist für die Verwaltung der Stücklisten verantwortlich. Da diese aber ohnehin vorliegen müssen sie nur noch in das neue System eingegeben bzw. gepflegt werden.

Die Materialpreise werden automatisch durch den Einkauf ermittelt. Auch hier ist kein zusätzlicher Aufwand notwendig, weil alle Bestellungen über das System laufen und die Kalkulation auf diese Kosten zugreifen kann.

Folglich können die preiswerteren Varianten wieder zur marktgerechten Preisen angeboten werden, und das Unternehmen ist wieder konkurrenzfähig. Bei den teureren Varianten wird nun kostendeckend gearbeitet, denn bei diesen „exklusiven“ und hochwertigen Alternativen ist der Kunde ohnehin bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.

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Schmidt